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	Kommentare zu: Warum ist unsere Haltung zum NSA-Skandal so unpolitisch?	</title>
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	<description>Umbrüche &#38; Entwicklungen</description>
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		<title>
		Von: Andy		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-898</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2014 12:13:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es wäre möglich alle Einreisenden aus den USA darüber zu belehren, dass wir die Überwachung durch ihre demokratisch gewählte Regierung als etwas sehr Unfreundliches ansehen, für das sie als Wähler persönlich verantwortlich sind und sich zu verantworten haben.

Wir sollten Amerikaner im öffentlichen Raum gezielt ansprechen und ihnen klar machen, dass wir die Spionage ihrer Regierung missbilligen. Und, &quot;ich war&#039;s nicht, Adolf war&#039;s&quot;, gilt erst Recht nicht in einer Demokratie. Diese Leute, amerikanische Staatsbürger, sind politisch verantwortlich für die Spionage gegen ihre Allierten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wäre möglich alle Einreisenden aus den USA darüber zu belehren, dass wir die Überwachung durch ihre demokratisch gewählte Regierung als etwas sehr Unfreundliches ansehen, für das sie als Wähler persönlich verantwortlich sind und sich zu verantworten haben.</p>
<p>Wir sollten Amerikaner im öffentlichen Raum gezielt ansprechen und ihnen klar machen, dass wir die Spionage ihrer Regierung missbilligen. Und, &#8222;ich war&#8217;s nicht, Adolf war&#8217;s&#8220;, gilt erst Recht nicht in einer Demokratie. Diese Leute, amerikanische Staatsbürger, sind politisch verantwortlich für die Spionage gegen ihre Allierten.</p>
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		<title>
		Von: dot tilde dot		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-897</link>

		<dc:creator><![CDATA[dot tilde dot]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2014 12:12:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt - es liegt mir fern, technik als unveränderbar darzustellen. aber ich halte eine vertiefung der diskussion über die technischen grundlagen für unabdingbar. 

ein beispiel: die wortwahl bei der berichterstattung. 

wir haben eine menge begriffe aus der alten zeit im zusammenhang mit den nsa-meldungen gehört. 

spähaffäre ist so einer. der duden schreibt zur bedeutung &quot;forschend, suchend blicken, auch: 
ausschau halten&quot;. wenn aber aufenthaltsort, telekommunikationsverhalten und -inhalte, medienkonsum, schreibverhalten und -inhalte auf gemeinschaftsplatformen und überhaupt überall im browser, wenn das alles gespeichert, gesammelt, verknüpft und analysiert werden kann, handelt es sich schon lange nicht mehr um einen forschenden, suchenden blick vom ausguck. 

eine affäre ist ein zwischenfall, eine angelegenheit. wir sprechen aber über eine infrastruktur und wie sie in zukunft politisch angewendet wird. 

das ist jetzt ein einzelner begriff. ich habe noch keinen einzigen gefunden, der bei genauerer betrachtung nicht zu lexikalischem unsinn zerfällt.

es wäre unsere aufgabe, so über das problem nsa zu sprechen, dass zuhörer beginnen, sich dafür zu interessieren, wie das genau funktioniert. das ist notwendig, um das ausmaß zu skizzieren, ohne als aluhut verworfen zu werden.

die abwiegler haben leichtes spiel. um zu verhindern, dass jemand seine technische bildung erweitern will, damit er seinen erwartungshorizont verlassen kann, sein bild vom eigenen staat und seinen verbündeten revidieren und die eigenen möglichkeiten neu und verknappt einschätzen muss, das alles braucht oft nur ein müdes lächeln. 

artikel zu schreiben und diskussionen zu führen, die die teilnehmer mit mehr fragen zurücklassen, als sie vorher hatten, ist eine sehr undankbare aufgabe. und eine herausforderung, auch für das journalistische selbstverständnis, wenn ich nicht irre.

zur frage der veränderbarkeit von technik siehe auch folgendes gespräch zwischen eben moglen und bruce schneier, verlinkter zeitpunkt bis etwa minute 37. 

es ging immer schon darum, technik veränderbar zu halten. durch sie und mich und andere.

http://www.youtube.com/watch?v=N8Sc6pUR1mA#t=1894

( ich vermute, dass moglen freedom zero hier allerdings mit freedom one verwechselt. siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Free_software#Definition ).

vielen dank für ihren antwortkommentar. sie haben recht.

.~.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt &#8211; es liegt mir fern, technik als unveränderbar darzustellen. aber ich halte eine vertiefung der diskussion über die technischen grundlagen für unabdingbar. </p>
<p>ein beispiel: die wortwahl bei der berichterstattung. </p>
<p>wir haben eine menge begriffe aus der alten zeit im zusammenhang mit den nsa-meldungen gehört. </p>
<p>spähaffäre ist so einer. der duden schreibt zur bedeutung &#8222;forschend, suchend blicken, auch:<br />
ausschau halten&#8220;. wenn aber aufenthaltsort, telekommunikationsverhalten und -inhalte, medienkonsum, schreibverhalten und -inhalte auf gemeinschaftsplatformen und überhaupt überall im browser, wenn das alles gespeichert, gesammelt, verknüpft und analysiert werden kann, handelt es sich schon lange nicht mehr um einen forschenden, suchenden blick vom ausguck. </p>
<p>eine affäre ist ein zwischenfall, eine angelegenheit. wir sprechen aber über eine infrastruktur und wie sie in zukunft politisch angewendet wird. </p>
<p>das ist jetzt ein einzelner begriff. ich habe noch keinen einzigen gefunden, der bei genauerer betrachtung nicht zu lexikalischem unsinn zerfällt.</p>
<p>es wäre unsere aufgabe, so über das problem nsa zu sprechen, dass zuhörer beginnen, sich dafür zu interessieren, wie das genau funktioniert. das ist notwendig, um das ausmaß zu skizzieren, ohne als aluhut verworfen zu werden.</p>
<p>die abwiegler haben leichtes spiel. um zu verhindern, dass jemand seine technische bildung erweitern will, damit er seinen erwartungshorizont verlassen kann, sein bild vom eigenen staat und seinen verbündeten revidieren und die eigenen möglichkeiten neu und verknappt einschätzen muss, das alles braucht oft nur ein müdes lächeln. </p>
<p>artikel zu schreiben und diskussionen zu führen, die die teilnehmer mit mehr fragen zurücklassen, als sie vorher hatten, ist eine sehr undankbare aufgabe. und eine herausforderung, auch für das journalistische selbstverständnis, wenn ich nicht irre.</p>
<p>zur frage der veränderbarkeit von technik siehe auch folgendes gespräch zwischen eben moglen und bruce schneier, verlinkter zeitpunkt bis etwa minute 37. </p>
<p>es ging immer schon darum, technik veränderbar zu halten. durch sie und mich und andere.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=N8Sc6pUR1mA#t=1894" rel="nofollow ugc">http://www.youtube.com/watch?v=N8Sc6pUR1mA#t=1894</a></p>
<p>( ich vermute, dass moglen freedom zero hier allerdings mit freedom one verwechselt. siehe <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Free_software#Definition" rel="nofollow ugc">http://en.wikipedia.org/wiki/Free_software#Definition</a> ).</p>
<p>vielen dank für ihren antwortkommentar. sie haben recht.</p>
<p>.~.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: do lui		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-896</link>

		<dc:creator><![CDATA[do lui]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2014 22:19:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich denke die Aufklärung und Disskusion sollte auf eine emotionale Ebene gebracht werden. z.B. in der Ausführung, bzw. dem Durchspielen von Szenarien die den &quot;stinknormalen Bürger&quot; betreffen. Es sollten nachfühlbare Szenarien dem &quot;Ich habe nichts zu verbergen&quot; entgegen gesetzt werden die z.B. eine Ausgrenzung, Erpressbarkeit, Arbeitsplatzverlust o.ä. zu Folge haben können. z.B. wenn Informationen aus Datenschutz in der Medizin (unappetitliche Diagnose Herpes genitales, HIV), Verdienst- und Steuerdaten, Konsumgewohnheiten, Affären u.s.w. wirkungsvoll eingesetzt werden. Da reicht es eben dann doch schon aus Gewerkschaftsmitglied, Linksparteimitglied, Stadtrat zu sein um Entscheidungen zu beeinflussen und auf diesem Weg jemanden evtl. zum Schweigen zu bringen. 
Oben schon einmal vor geschlagene Boulevardisierung wäre nötig. Aber BILD ist ja auf der Seite der &quot;Anderen&quot;, wie viele andere Journalisten die Ihren Aufklärungsauftrag aus den Augen verloren haben.
Hat Spaß gemacht eure Kommentare zu lesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke die Aufklärung und Disskusion sollte auf eine emotionale Ebene gebracht werden. z.B. in der Ausführung, bzw. dem Durchspielen von Szenarien die den &#8222;stinknormalen Bürger&#8220; betreffen. Es sollten nachfühlbare Szenarien dem &#8222;Ich habe nichts zu verbergen&#8220; entgegen gesetzt werden die z.B. eine Ausgrenzung, Erpressbarkeit, Arbeitsplatzverlust o.ä. zu Folge haben können. z.B. wenn Informationen aus Datenschutz in der Medizin (unappetitliche Diagnose Herpes genitales, HIV), Verdienst- und Steuerdaten, Konsumgewohnheiten, Affären u.s.w. wirkungsvoll eingesetzt werden. Da reicht es eben dann doch schon aus Gewerkschaftsmitglied, Linksparteimitglied, Stadtrat zu sein um Entscheidungen zu beeinflussen und auf diesem Weg jemanden evtl. zum Schweigen zu bringen.<br />
Oben schon einmal vor geschlagene Boulevardisierung wäre nötig. Aber BILD ist ja auf der Seite der &#8222;Anderen&#8220;, wie viele andere Journalisten die Ihren Aufklärungsauftrag aus den Augen verloren haben.<br />
Hat Spaß gemacht eure Kommentare zu lesen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Malte Sommerfeld		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-895</link>

		<dc:creator><![CDATA[Malte Sommerfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2014 07:44:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wolfgangmichal.de/?p=2444#comment-895</guid>

					<description><![CDATA[Volle Zustimmung zu der Situationsanalyse. Natürlich ist die Überwachung vor allem eine politische Frage. Natürlich sollte man sie auch so angehen. 
Leider scheint der politischen Argumentation - zumindest in Deutschland - der fest verankerte Glaube an das ordnungsgemäße Handeln von staatlichen Stellen dem im Weg zu stehen. Das ist jedenfalls mein Eindruck aus zig Gesprächen. Selbst von Leuten, die bei nahezu jeder staatlichen Handlung davon ausgehen, dass sie von Lobbyisten diktiert wurde, ist die Vorstellung einer fernab von allen Grundsätzen des Rechtsstaates und einer freien Gesellschaft erfolgende politische Tätigkeit von Sicherheitsbehörden unvorstellbar. Das scheint tief verankert zu sein. Kein Wunder, wenn man - wie ich - in der Schule gelernt hat, dass die BRD als Reaktion auf die NS-Zeit faktisch der perfekte Rechtsstaat mit einer auf jeder Ebene wehrhaften Demokratie sei. Kritisches Hinterfragen staatlichen Handelns war nur bei &quot;bösen Diktaturen&quot; in Afrika oder Asien gewünscht und wurde sonst sehr schnell als Verschwörungstheorie oder Querulantentum beiseite gewischt. 

Auch die Auseinandersetzung mit Unrechtsregimen wie der DDR oder dem NS-Regime führt dazu, dass eine Abwehrhaltung gegenüber jeglicher Überlegung entsteht, die Ähnlichkeiten zwischen heute und damals aufwerfen könnte. Man will nicht in deren Nähe gerückt werden. Man will nicht noch nicht einmal das Gefühl bekommen, dass es theoretisch ein einigen Punkten Ähnlichkeiten geben könne. Auch das, tief verwurzelt.

Machtaggregation der Geheimdienste, faktische Ausschaltung rechtsstaatlicher Elemente, Schutz der politische Klasse - überspitzt ausgedrückt - sind hingegen so abstrakt, dass sie nur selten bei Menschen Gehör finden, die sich nur am Rande mit Politik beschäftigen.

Und last but not least: Der wunderbare rhetorische Trick, bei der politischen Debatte den Gegner aufzufordern doch mal Belege für seine Position zu liefern. Die wenigsten haben die zahlreichen Werke über amerikanische Geheimdienste ad hoc zitierfähig verinnerlicht. Und in Deutschland - ja, da gibt es zwar peinliches Versagen, aber wer so stümperhaft ist, der kann doch gar nicht so gefährlich sein.

Ich fürchte, die politische Debatte befindet sich auf einer Metaebene, von der sie nur schwer herunter zu bekommen ist.

Viele Grüße
Malte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Volle Zustimmung zu der Situationsanalyse. Natürlich ist die Überwachung vor allem eine politische Frage. Natürlich sollte man sie auch so angehen.<br />
Leider scheint der politischen Argumentation &#8211; zumindest in Deutschland &#8211; der fest verankerte Glaube an das ordnungsgemäße Handeln von staatlichen Stellen dem im Weg zu stehen. Das ist jedenfalls mein Eindruck aus zig Gesprächen. Selbst von Leuten, die bei nahezu jeder staatlichen Handlung davon ausgehen, dass sie von Lobbyisten diktiert wurde, ist die Vorstellung einer fernab von allen Grundsätzen des Rechtsstaates und einer freien Gesellschaft erfolgende politische Tätigkeit von Sicherheitsbehörden unvorstellbar. Das scheint tief verankert zu sein. Kein Wunder, wenn man &#8211; wie ich &#8211; in der Schule gelernt hat, dass die BRD als Reaktion auf die NS-Zeit faktisch der perfekte Rechtsstaat mit einer auf jeder Ebene wehrhaften Demokratie sei. Kritisches Hinterfragen staatlichen Handelns war nur bei &#8222;bösen Diktaturen&#8220; in Afrika oder Asien gewünscht und wurde sonst sehr schnell als Verschwörungstheorie oder Querulantentum beiseite gewischt. </p>
<p>Auch die Auseinandersetzung mit Unrechtsregimen wie der DDR oder dem NS-Regime führt dazu, dass eine Abwehrhaltung gegenüber jeglicher Überlegung entsteht, die Ähnlichkeiten zwischen heute und damals aufwerfen könnte. Man will nicht in deren Nähe gerückt werden. Man will nicht noch nicht einmal das Gefühl bekommen, dass es theoretisch ein einigen Punkten Ähnlichkeiten geben könne. Auch das, tief verwurzelt.</p>
<p>Machtaggregation der Geheimdienste, faktische Ausschaltung rechtsstaatlicher Elemente, Schutz der politische Klasse &#8211; überspitzt ausgedrückt &#8211; sind hingegen so abstrakt, dass sie nur selten bei Menschen Gehör finden, die sich nur am Rande mit Politik beschäftigen.</p>
<p>Und last but not least: Der wunderbare rhetorische Trick, bei der politischen Debatte den Gegner aufzufordern doch mal Belege für seine Position zu liefern. Die wenigsten haben die zahlreichen Werke über amerikanische Geheimdienste ad hoc zitierfähig verinnerlicht. Und in Deutschland &#8211; ja, da gibt es zwar peinliches Versagen, aber wer so stümperhaft ist, der kann doch gar nicht so gefährlich sein.</p>
<p>Ich fürchte, die politische Debatte befindet sich auf einer Metaebene, von der sie nur schwer herunter zu bekommen ist.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Malte</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wolfgang Michal		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-894</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Michal]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2014 17:47:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Mrs Mop: Eine interessante Überlegung, die Sie da anstellen. Sicher wird es Versuche geben, Nähe herzustellen. Umso wichtiger wäre es, die Dokumente zu teilen.

Die Berliner Gazette kritisiert seit langem die Monopolisierung der Snowden-Dokumente.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Mrs Mop: Eine interessante Überlegung, die Sie da anstellen. Sicher wird es Versuche geben, Nähe herzustellen. Umso wichtiger wäre es, die Dokumente zu teilen.</p>
<p>Die Berliner Gazette kritisiert seit langem die Monopolisierung der Snowden-Dokumente.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Mrs. Mop		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-893</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mrs. Mop]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2014 16:23:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Die Geheimdienst-Kritik nach Snowden ist frappierend unpolitisch&quot;
 
Das ist sie, und ich teile die im Artikel festgehaltene Beobachtung, dass der Fokus der bisherigen Berichterstattung über die Snowden-Dokumente auf rein quantitativen Daten statt auf qualitativen (wer wird überwacht und aus welchem Grund?) Offenlegungen liegt. Namentlich die Website The Intercept - quasi dem Epizentrum und dem exklusiven Alleinverfüger über die Snowden-Materialien - versuchte, über diesen rein quantitativen Fokus das Thema Überwachung zu thematisieren, hat aber genau damit, außer strohfeuerartigen Skandalisierungs- und Empörungswellen, kaum zur Politisierung der Öffentlichkeit beigetragen, sondern im Gegenteil eher zur Entpolitisierung.

Irgendwann stellte sich mir die Frage, ob diese entpolitisierende  - auch „unhistorische“ - Form der Berichterstattung vielleicht kein Zufall, sondern Programm ist. Eine Frage, die einem leicht übelgenommen wird, denn The Intercept hat sich ja als heroisches Flaggschiff des radikal aufklärerischen Enthüllungsjournalismus positioniert und wird vielfach genauso wahrgenommen (à la ‚einsamer Rufer in der Wüste‘). 

Weshalb aber ein mit a) Millionen Dollar, b) professionellen Journalisten und c) sämtlichen Snowden-Dokumenten hochgerüstetes Flaggschiff sich mit einer derart entpolitisierenden Berichterstattung begnügt, ist, nun ja, „nicht zweifelsfrei zu erkennen“? Könnte es - nur mal als Idee - etwas mit dem Geldgeber zu tun haben, der in politische Sponsorengeschäfte großen Stils involviert ist, also massive Interessen vertritt?

Jedenfalls fing die Intercept-Snowden-Berichterstattung irgendwann an, mich leicht zu irritieren. Etwas schwerer irritiert reagierte ich auf die merkwürdig schillernde, markant „unhistorische“ ‚Hommage‘ (die keine war) auf den journalistischen Whistleblower Gary Webb (Dark Alliance). Vollends irritiert war ich über die Art, wie The Intercept kürzlich über den Weggang des Finanzjournalisten Matt Taibbi von First Look berichtet hat, bzw. über dessen Zerwürfnis mit Omidyar und dem Management von First Look, nämlich: schillernd, uneindeutig und nach Eigenlob müffelnd.

Am Ende des Artikels oben wird gefragt,
„Warum die politische Dimension der Überwachung ausgeblendet wird, ob aus Unwissen, aus Lust an der Ohnmacht ...“

Mittlerweile neige ich - was die beteiligten Journalisten, konkret The Intercept betrifft - zu der Vermutung, es könne sich eventuell um die Lust an der Macht handeln, präziser: um die Lust an der Nähe zur Macht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Die Geheimdienst-Kritik nach Snowden ist frappierend unpolitisch&#8220;</p>
<p>Das ist sie, und ich teile die im Artikel festgehaltene Beobachtung, dass der Fokus der bisherigen Berichterstattung über die Snowden-Dokumente auf rein quantitativen Daten statt auf qualitativen (wer wird überwacht und aus welchem Grund?) Offenlegungen liegt. Namentlich die Website The Intercept &#8211; quasi dem Epizentrum und dem exklusiven Alleinverfüger über die Snowden-Materialien &#8211; versuchte, über diesen rein quantitativen Fokus das Thema Überwachung zu thematisieren, hat aber genau damit, außer strohfeuerartigen Skandalisierungs- und Empörungswellen, kaum zur Politisierung der Öffentlichkeit beigetragen, sondern im Gegenteil eher zur Entpolitisierung.</p>
<p>Irgendwann stellte sich mir die Frage, ob diese entpolitisierende  &#8211; auch „unhistorische“ &#8211; Form der Berichterstattung vielleicht kein Zufall, sondern Programm ist. Eine Frage, die einem leicht übelgenommen wird, denn The Intercept hat sich ja als heroisches Flaggschiff des radikal aufklärerischen Enthüllungsjournalismus positioniert und wird vielfach genauso wahrgenommen (à la ‚einsamer Rufer in der Wüste‘). </p>
<p>Weshalb aber ein mit a) Millionen Dollar, b) professionellen Journalisten und c) sämtlichen Snowden-Dokumenten hochgerüstetes Flaggschiff sich mit einer derart entpolitisierenden Berichterstattung begnügt, ist, nun ja, „nicht zweifelsfrei zu erkennen“? Könnte es &#8211; nur mal als Idee &#8211; etwas mit dem Geldgeber zu tun haben, der in politische Sponsorengeschäfte großen Stils involviert ist, also massive Interessen vertritt?</p>
<p>Jedenfalls fing die Intercept-Snowden-Berichterstattung irgendwann an, mich leicht zu irritieren. Etwas schwerer irritiert reagierte ich auf die merkwürdig schillernde, markant „unhistorische“ ‚Hommage‘ (die keine war) auf den journalistischen Whistleblower Gary Webb (Dark Alliance). Vollends irritiert war ich über die Art, wie The Intercept kürzlich über den Weggang des Finanzjournalisten Matt Taibbi von First Look berichtet hat, bzw. über dessen Zerwürfnis mit Omidyar und dem Management von First Look, nämlich: schillernd, uneindeutig und nach Eigenlob müffelnd.</p>
<p>Am Ende des Artikels oben wird gefragt,<br />
„Warum die politische Dimension der Überwachung ausgeblendet wird, ob aus Unwissen, aus Lust an der Ohnmacht &#8230;“</p>
<p>Mittlerweile neige ich &#8211; was die beteiligten Journalisten, konkret The Intercept betrifft &#8211; zu der Vermutung, es könne sich eventuell um die Lust an der Macht handeln, präziser: um die Lust an der Nähe zur Macht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Seebär		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-892</link>

		<dc:creator><![CDATA[Seebär]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2014 17:12:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mir scheint eher Sie selbst sehen nicht die ganze Dimension. Ich beschreibe die NSA immer als Nervensystem des Imperiums. Es hilft nix, wenn man davon ein paar Nerven abklemmt mit ein paar Gesetzen. Es müsste auch die ganze Machtelite weg. Die Kompliziertheit ist wirklich das Problem und die orwellischen Anwälte der NSA. Vor diesen Leuten kapitulieren die meisten Menschen, die kapitulieren schon vor wesentlich weniger und gehen in Vogel Strauss-Taktik über. Genauso bei der Zerstörung des Planeten oder Sklavenarbeit für ihren Wohlstand. Es gibt viele solche dringenden Themen. 

Also ich habe viele Bekannte, die verstehen nix von Computern, aber sie verstehen schon, dass das Problem so gewaltig ist, dass sie es lieber nicht interessiert. Ich habe schon Mühe, denen &quot;normale&quot; Software zu erklären, von Sicherheitssoftware ganz zu schweigen. Da kommt auch oft, dann sollen sie mich halt ausspionieren, ich bin alt und habe keine Lust mehr auf den Computerkram. 

Das ist auch ein Problem einer greisen Gesellschaft. Die Gesellschaft selbst zerfällt und steigt ab gegenüber jungen, dynamischeren Gesellschaften mit den unwilligen Alten - gibt tolle Ausnahmen, aber die sind eben Ausnahmen. 

Die Neuland-Merkel haben wir nicht, weil es nicht Bessere gäbe. Wir haben sie, weil sie zu uns passt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir scheint eher Sie selbst sehen nicht die ganze Dimension. Ich beschreibe die NSA immer als Nervensystem des Imperiums. Es hilft nix, wenn man davon ein paar Nerven abklemmt mit ein paar Gesetzen. Es müsste auch die ganze Machtelite weg. Die Kompliziertheit ist wirklich das Problem und die orwellischen Anwälte der NSA. Vor diesen Leuten kapitulieren die meisten Menschen, die kapitulieren schon vor wesentlich weniger und gehen in Vogel Strauss-Taktik über. Genauso bei der Zerstörung des Planeten oder Sklavenarbeit für ihren Wohlstand. Es gibt viele solche dringenden Themen. </p>
<p>Also ich habe viele Bekannte, die verstehen nix von Computern, aber sie verstehen schon, dass das Problem so gewaltig ist, dass sie es lieber nicht interessiert. Ich habe schon Mühe, denen &#8222;normale&#8220; Software zu erklären, von Sicherheitssoftware ganz zu schweigen. Da kommt auch oft, dann sollen sie mich halt ausspionieren, ich bin alt und habe keine Lust mehr auf den Computerkram. </p>
<p>Das ist auch ein Problem einer greisen Gesellschaft. Die Gesellschaft selbst zerfällt und steigt ab gegenüber jungen, dynamischeren Gesellschaften mit den unwilligen Alten &#8211; gibt tolle Ausnahmen, aber die sind eben Ausnahmen. </p>
<p>Die Neuland-Merkel haben wir nicht, weil es nicht Bessere gäbe. Wir haben sie, weil sie zu uns passt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Karola Schramm		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-891</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karola Schramm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2014 10:21:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wolfgangmichal.de/?p=2444#comment-891</guid>

					<description><![CDATA[Man muss sich nur einmal die Hauptwörter in diesem Absatz ansehen, dann bekommt man ruckzuck einen Einblick in das, was jeden persönlich betrifft und auch jetzt und hier geschieht.: 
Das Niederhalten oder Zersetzen von ‚gefährlicher’ Opposition.  In der Ex-DDR Gang und Gäbe, jeden Tag. Nur Kommunisten und Sozialisten wurden dort nicht behelligt.
Aber sehen wir nach West-Deutschland. Wie sah und sieht es heute aus ? Sozialisten und Kommunisten werden verunglimpft und die Linkspartei wurde bis jetzt vom Verfassungsschutz unter die Lupe genommen und immer noch dämonisiert.

Was ist mit den Gewerkschaftern ? sind sie darum so brav und angepasst, weil sie fürchten, auf eine schwarze Liste zu kommen ? oder die Anpassung der Medien an den Mainstream, dass alles was nach Rot riecht, vermieden werden muss ? Diese irre Bezeichnung für Menschen, die die Politik Russlands nachvollziehen können als Putin-Versteher abgewertet werden ?
Und die neue Hatz gegen Einwanderer, insbesondere Muslime ?  Wo soll das hinführen ? All diese direkten und indirekten Angriffe auf die Integrität von Menschen, die eine andere, politische Meinung,eine andere Religion haben oder Harzt 4 Empfänger sind, ist nichts anderes als Zersetzung. 

Die alten DDR-Kader hatten Erfahrung damit und es wurden Fortbildungen in Sachen Zersetzung angeboten, die sogar am beliebtesten waren. Warum ? Weil es aufregend ist, andere Menschen in den Wahnsinn zu treiben. Ein Experiment, wie das funktioniert. Viele Selbstmorde gab es in der DDR wegen dieses teuflischen Zersetzungsprogramms.

Auch da wurde viel aufgebautscht um viel Geld für die Geheimdienste zu bekommen. Tolle Jobs für Menschen, die nichts Ordentliches gelernt hatten oder in ihrem eigenen kleinen Leben nicht gestört werden wollten, an Karriere, ihre Kinder, Geld und einem guten Leben dachten.. Ausspionieren, denunzieren, lügen. Der ideale Nährboden ist die Diktatur. Das muss nicht unbedingt eine Staatsdiktatur sein, sonden kann auch die familiäre Situation sein, in der Kinder nicht viel zu melden haben, in der nicht diskutiert wird.
Wie sieht es an den Schulen und Universitäten aus ? Durch den Leistungsdruck verschwindet Diskussionskultuer. Befehl und Gehorsam sind angesagt und Partei-Räson ist das Ergebnis.

Wer aber nicht lernt zu diskutieren, sich in andere Schuhe zu stellen, Mitgefühl und Respekt für Andere zu entwickeln, der entwickelt sich zum Tyrannen und angepassten Menschen und wird bereit sein, alles zu tun, was Autoritäten von ihm fordern.

Hat nicht der zurückgetretene  Innenminister Friedrich nicht mal die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, die Nachbarn, insbesondere wenn es um Muslime ging, auszuspionieren und deren Verhalten etc. der Politzei zu melden ?

So funktioniert Zersetzung und ich bin sicher, wir sind mitten drin, weil den Anfängen nicht ein entschiedenes Nein  entgegengesetzt wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss sich nur einmal die Hauptwörter in diesem Absatz ansehen, dann bekommt man ruckzuck einen Einblick in das, was jeden persönlich betrifft und auch jetzt und hier geschieht.:<br />
Das Niederhalten oder Zersetzen von ‚gefährlicher’ Opposition.  In der Ex-DDR Gang und Gäbe, jeden Tag. Nur Kommunisten und Sozialisten wurden dort nicht behelligt.<br />
Aber sehen wir nach West-Deutschland. Wie sah und sieht es heute aus ? Sozialisten und Kommunisten werden verunglimpft und die Linkspartei wurde bis jetzt vom Verfassungsschutz unter die Lupe genommen und immer noch dämonisiert.</p>
<p>Was ist mit den Gewerkschaftern ? sind sie darum so brav und angepasst, weil sie fürchten, auf eine schwarze Liste zu kommen ? oder die Anpassung der Medien an den Mainstream, dass alles was nach Rot riecht, vermieden werden muss ? Diese irre Bezeichnung für Menschen, die die Politik Russlands nachvollziehen können als Putin-Versteher abgewertet werden ?<br />
Und die neue Hatz gegen Einwanderer, insbesondere Muslime ?  Wo soll das hinführen ? All diese direkten und indirekten Angriffe auf die Integrität von Menschen, die eine andere, politische Meinung,eine andere Religion haben oder Harzt 4 Empfänger sind, ist nichts anderes als Zersetzung. </p>
<p>Die alten DDR-Kader hatten Erfahrung damit und es wurden Fortbildungen in Sachen Zersetzung angeboten, die sogar am beliebtesten waren. Warum ? Weil es aufregend ist, andere Menschen in den Wahnsinn zu treiben. Ein Experiment, wie das funktioniert. Viele Selbstmorde gab es in der DDR wegen dieses teuflischen Zersetzungsprogramms.</p>
<p>Auch da wurde viel aufgebautscht um viel Geld für die Geheimdienste zu bekommen. Tolle Jobs für Menschen, die nichts Ordentliches gelernt hatten oder in ihrem eigenen kleinen Leben nicht gestört werden wollten, an Karriere, ihre Kinder, Geld und einem guten Leben dachten.. Ausspionieren, denunzieren, lügen. Der ideale Nährboden ist die Diktatur. Das muss nicht unbedingt eine Staatsdiktatur sein, sonden kann auch die familiäre Situation sein, in der Kinder nicht viel zu melden haben, in der nicht diskutiert wird.<br />
Wie sieht es an den Schulen und Universitäten aus ? Durch den Leistungsdruck verschwindet Diskussionskultuer. Befehl und Gehorsam sind angesagt und Partei-Räson ist das Ergebnis.</p>
<p>Wer aber nicht lernt zu diskutieren, sich in andere Schuhe zu stellen, Mitgefühl und Respekt für Andere zu entwickeln, der entwickelt sich zum Tyrannen und angepassten Menschen und wird bereit sein, alles zu tun, was Autoritäten von ihm fordern.</p>
<p>Hat nicht der zurückgetretene  Innenminister Friedrich nicht mal die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, die Nachbarn, insbesondere wenn es um Muslime ging, auszuspionieren und deren Verhalten etc. der Politzei zu melden ?</p>
<p>So funktioniert Zersetzung und ich bin sicher, wir sind mitten drin, weil den Anfängen nicht ein entschiedenes Nein  entgegengesetzt wurde.</p>
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		Von: Hinweise des Tages&#160;&#124;&#160;NachDenkSeiten &#8211; Die kritische Website		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-890</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hinweise des Tages&#160;&#124;&#160;NachDenkSeiten &#8211; Die kritische Website]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2014 08:01:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Warum ist unsere Haltung zum NSA-Skandal so unpolitisch? Nach fast 18 Monaten h&#228;ppchenweiser Enth&#252;llungen ist das Interesse an den Snowden-Dokumenten gesunken. Eine umfassende Aufkl&#228;rung blieb aus, ge&#228;ndert hat sich nichts. Hat die Zivilgesellschaft versagt? Anfang August meldeten viele Zeitungen (wieder mal) ein neues Enth&#252;llungs-H&#228;ppchen: Man habe es mit einem zweiten Edward Snowden zu tun. Grundlage der stark &#252;bertriebenen Spekulationen war die Tatsache, dass auf Glenn Greenwalds Enth&#252;llungs-Website The Intercept ein zw&#246;lfseitiges Regierungs-Dokument auftauchte, dessen Inhalt &#252;berraschenderweise bis in den August 2013 reichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Edward Snowden die USA l&#228;ngst verlassen. Also wurde vermutet, ein hochrangiger FBI-Mitarbeiter, eine Art zweiter Mark Felt („Deep Throat“), habe die Sache an Greenwalds Magazin durchgestochen. In dem publizierten Regierungs-Dokument hei&#223;t es, die Nachrichtendienste h&#228;tten im August 2013 die Marke von einer Million Terror-Verd&#228;chtigen &#252;bersprungen. Derzeit st&#252;nden 1,2 Millionen B&#252;rger im Verdacht, politische Extremisten zu sein und/oder Terror gegen die Regierung zu bef&#252;rworten oder zu beg&#252;nstigen. Quelle: Wolfgang Michal [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Warum ist unsere Haltung zum NSA-Skandal so unpolitisch? Nach fast 18 Monaten h&#228;ppchenweiser Enth&#252;llungen ist das Interesse an den Snowden-Dokumenten gesunken. Eine umfassende Aufkl&#228;rung blieb aus, ge&#228;ndert hat sich nichts. Hat die Zivilgesellschaft versagt? Anfang August meldeten viele Zeitungen (wieder mal) ein neues Enth&#252;llungs-H&#228;ppchen: Man habe es mit einem zweiten Edward Snowden zu tun. Grundlage der stark &#252;bertriebenen Spekulationen war die Tatsache, dass auf Glenn Greenwalds Enth&#252;llungs-Website The Intercept ein zw&#246;lfseitiges Regierungs-Dokument auftauchte, dessen Inhalt &#252;berraschenderweise bis in den August 2013 reichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Edward Snowden die USA l&#228;ngst verlassen. Also wurde vermutet, ein hochrangiger FBI-Mitarbeiter, eine Art zweiter Mark Felt („Deep Throat“), habe die Sache an Greenwalds Magazin durchgestochen. In dem publizierten Regierungs-Dokument hei&#223;t es, die Nachrichtendienste h&#228;tten im August 2013 die Marke von einer Million Terror-Verd&#228;chtigen &#252;bersprungen. Derzeit st&#252;nden 1,2 Millionen B&#252;rger im Verdacht, politische Extremisten zu sein und/oder Terror gegen die Regierung zu bef&#252;rworten oder zu beg&#252;nstigen. Quelle: Wolfgang Michal [&#8230;]</p>
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		Von: Wolfgang Michal		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2014/11/10/warum-ist-unsere-haltung-zum-nsa-skandal-so-unpolitisch/#comment-889</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Michal]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 16:34:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@dot Tilde dot: Wer die politische Dimension der Geheimdienste in den Blick nimmt, begreift damit prinzipiell auch deren Veränderbarkeit (siehe USA, siebziger Jahre, zumindest als Tendenz). Wer nur die (technische) Dimension sieht (und diese gar als unveränderlich dämonisiert), schickt sich in sein Schicksal, resigniert, wird zum Opfer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@dot Tilde dot: Wer die politische Dimension der Geheimdienste in den Blick nimmt, begreift damit prinzipiell auch deren Veränderbarkeit (siehe USA, siebziger Jahre, zumindest als Tendenz). Wer nur die (technische) Dimension sieht (und diese gar als unveränderlich dämonisiert), schickt sich in sein Schicksal, resigniert, wird zum Opfer.</p>
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