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	Kommentare zu: Darf man investigativen Journalismus kritisieren oder ist das ein Sakrileg?	</title>
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	<description>Umbrüche &#38; Entwicklungen</description>
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		<title>
		Von: vera		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[vera]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2016 13:16:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was Petra sagt: Merci vielmal. (Nicht, dass es viel hülfe, aber du hast es immerhin mal laut gesagt.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was Petra sagt: Merci vielmal. (Nicht, dass es viel hülfe, aber du hast es immerhin mal laut gesagt.)</p>
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		<title>
		Von: Stefan Schroeter		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/05/19/darf-man-investigativen-journalismus-kritisieren-oder-ist-das-ein-sakrileg/#comment-1120</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Schroeter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 21:10:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vielen Dank für diese aufschlussreiche Analyse. Die &quot;Auswahl von Informationen&quot; und die &quot;Aufdeckung von Strukturen&quot; scheinen mir wichtige Gesichtspunkte zu sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für diese aufschlussreiche Analyse. Die &#8222;Auswahl von Informationen&#8220; und die &#8222;Aufdeckung von Strukturen&#8220; scheinen mir wichtige Gesichtspunkte zu sein.</p>
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		<title>
		Von: Petra Reski		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/05/19/darf-man-investigativen-journalismus-kritisieren-oder-ist-das-ein-sakrileg/#comment-1119</link>

		<dc:creator><![CDATA[Petra Reski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 17:38:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich freue mich, diesen Text gelesen zu haben. Endlich etwas Blasphemie im deutschen Medienmainstream.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich, diesen Text gelesen zu haben. Endlich etwas Blasphemie im deutschen Medienmainstream.</p>
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		<title>
		Von: Spoing		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/05/19/darf-man-investigativen-journalismus-kritisieren-oder-ist-das-ein-sakrileg/#comment-1118</link>

		<dc:creator><![CDATA[Spoing]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 13:53:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich glaube ein Stück weit spielt beleidigt sein auch eine Rolle. Alle Kritikpunkte oben treffen ja auch auf Wikileaks zu. Sogar im noch viel stärkeren Maße. Sicher sind diese Quellen nicht mehr Anonym, aber nicht weniger zweifelhaft. Die Inszenierung war ebenfalls gigantisch trotzdem wurden diese Leute Kritiklos als Helden gefeiert. Kritik kam nur von der Seite von der man es sich erhofft hat. Die Auswirkungen waren hingegen marginal. Jetzt haben die Leute gehofft ähnlich gefeiert zu werden. Stattdessen gibt es jede Menge absurde Kritik. Natürlich auch berechtigte Kritik. Trotzdem ist es schon erstaunlich wie wenig solche Leaks gefeiert werden die mal nicht den bösen &quot;Westen&quot; treffen. Ähnliches ist bei den Dopingvorwürfen gegen Russland zu beobachten. Der &quot;Überläufer&quot; ist auf einmal kein Held sondern ein Verräter und Hochstapler und während Verfehlungen einzelner Sportler Wellen der Empörung auslösen ist ein eventuell staatlich (!!!) gelenkter Fall kaum von Interesse. Da ist das Kind halt beleidigt wenn die Eltern die nächste 1 im Aufsatz kaum beachten während der Bruder für die 3 in Mathe in den Himmel gehoben wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube ein Stück weit spielt beleidigt sein auch eine Rolle. Alle Kritikpunkte oben treffen ja auch auf Wikileaks zu. Sogar im noch viel stärkeren Maße. Sicher sind diese Quellen nicht mehr Anonym, aber nicht weniger zweifelhaft. Die Inszenierung war ebenfalls gigantisch trotzdem wurden diese Leute Kritiklos als Helden gefeiert. Kritik kam nur von der Seite von der man es sich erhofft hat. Die Auswirkungen waren hingegen marginal. Jetzt haben die Leute gehofft ähnlich gefeiert zu werden. Stattdessen gibt es jede Menge absurde Kritik. Natürlich auch berechtigte Kritik. Trotzdem ist es schon erstaunlich wie wenig solche Leaks gefeiert werden die mal nicht den bösen &#8222;Westen&#8220; treffen. Ähnliches ist bei den Dopingvorwürfen gegen Russland zu beobachten. Der &#8222;Überläufer&#8220; ist auf einmal kein Held sondern ein Verräter und Hochstapler und während Verfehlungen einzelner Sportler Wellen der Empörung auslösen ist ein eventuell staatlich (!!!) gelenkter Fall kaum von Interesse. Da ist das Kind halt beleidigt wenn die Eltern die nächste 1 im Aufsatz kaum beachten während der Bruder für die 3 in Mathe in den Himmel gehoben wird.</p>
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		<title>
		Von: Andreas Waldheim		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/05/19/darf-man-investigativen-journalismus-kritisieren-oder-ist-das-ein-sakrileg/#comment-1117</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Waldheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 09:03:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Medienschelte“ ist doch auch so ein Keulenbegriff, wie „Antiamerikanismus“, „Antisemitismus“, „Sexismus“, „Xxx-Versteher“ mit dem man gerne unliebsame Gedanken und Kritiker pauschal und undifferenziert ad hominem niederschlägt.
Nur ist es hier noch besonders tragisch, daß ja die Medien eigentlich für sich in Anspruch nehmen, allgemein einen differenzierten Diskurs in der Gesellschaft anstoßen zu wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Medienschelte“ ist doch auch so ein Keulenbegriff, wie „Antiamerikanismus“, „Antisemitismus“, „Sexismus“, „Xxx-Versteher“ mit dem man gerne unliebsame Gedanken und Kritiker pauschal und undifferenziert ad hominem niederschlägt.<br />
Nur ist es hier noch besonders tragisch, daß ja die Medien eigentlich für sich in Anspruch nehmen, allgemein einen differenzierten Diskurs in der Gesellschaft anstoßen zu wollen.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: llamaj		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/05/19/darf-man-investigativen-journalismus-kritisieren-oder-ist-das-ein-sakrileg/#comment-1116</link>

		<dc:creator><![CDATA[llamaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 07:22:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Selbstverständlich darf man kritisieren. Aber genauso dürfen sich die kritisierten gegen Kritik verteidigen. Und auch diese Verteidigung kann man dann kritisieren. Das ganze nennt sich dann Debatte.
Leider scheint es immer mehr so zu werden, dass immer mehr Leute meinen freie Meinungsäußerung bestünde darin seine Meinung unwiedersprochen äußern zu können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstverständlich darf man kritisieren. Aber genauso dürfen sich die kritisierten gegen Kritik verteidigen. Und auch diese Verteidigung kann man dann kritisieren. Das ganze nennt sich dann Debatte.<br />
Leider scheint es immer mehr so zu werden, dass immer mehr Leute meinen freie Meinungsäußerung bestünde darin seine Meinung unwiedersprochen äußern zu können.</p>
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		<title>
		Von: Peter Monnerjahn		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/05/19/darf-man-investigativen-journalismus-kritisieren-oder-ist-das-ein-sakrileg/#comment-1115</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter Monnerjahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2016 13:36:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Kritik an überempfindlicher Reaktion auf Kritik ist m.E. durchaus berechtigt – man sieht diese Reaktion allerdings überall in den Medien, nicht nur in bezug auf „investigativen“ Journalismus. Ich würde sogar sagen: im Gegenteil. Wenn man sich anschaut, wie verschnupft und herablassend z.B. die tagesschau auf Kritik an ihrer Charlie-Hebdo-Berichterstattung reagierte, ist das hier fast kaum der Rede wert.

Aber zu einem konkreten Punkt: der angeblich fehlenden kritischen Beleuchtung der Quelle und der angeblich naiven Reaktion auf diese Kritik. Was die Oberma{y&#124;i}ers in dem Interview da sagen, ist größtenteils völlig richtig: Erstens kommt es darauf an, &lt;i&gt;völlig unabhängig davon, für wie glaubwürdig man die Quelle hält&lt;/i&gt;, Informationen so gut wie möglich zu prüfen. Zweitens kann jede denkbare Quelle von unkritischen Kritikern umstandslos als so oder so befangen abgetan werden – und gleichzeitig gibt es natürlich keine Quelle, die per se über jede Kritik erhaben wäre.

Und danach ist der entscheidende Punkt, wie man sich vorstellt, daß Journalisten mit Informationen umgehen. Die Kritik, daß man zu naiv mit einer Quelle umgehe, impliziert in der Regel, daß Journalismus bedeutet (oder sogar bedeuten &lt;i&gt;soll&lt;/i&gt;): „Wir berichten nur.“ Dann wäre die Kritik berechtigt, hätte aber so gut wie nichts mit mangelnder Quellenkritik zu tun, sondern mit einem ultra-naiven Verständnis von Journalismus.

Wenn man hingegen davon ausgeht, daß Journalismus bedeutet, daß man Informationen &lt;i&gt;kritisch benutzt&lt;/i&gt;, um Probleme zu charakterisieren, Lösungen zu entwerfen und zu beleuchten und generell kritisches Denken zu fördern, hängt von der Identität der Quelle primär nichts ab.

Zu dem von mir hier implizit verwendeten Begriff der „Objektivität“, siehe &lt;a href=&quot;http://www.bildungsbasar.de/2015/05/journalismus-in-einer-offenen-gesellschaft/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;diesen etwas ausführlicheren Text&lt;/a&gt;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kritik an überempfindlicher Reaktion auf Kritik ist m.E. durchaus berechtigt – man sieht diese Reaktion allerdings überall in den Medien, nicht nur in bezug auf „investigativen“ Journalismus. Ich würde sogar sagen: im Gegenteil. Wenn man sich anschaut, wie verschnupft und herablassend z.B. die tagesschau auf Kritik an ihrer Charlie-Hebdo-Berichterstattung reagierte, ist das hier fast kaum der Rede wert.</p>
<p>Aber zu einem konkreten Punkt: der angeblich fehlenden kritischen Beleuchtung der Quelle und der angeblich naiven Reaktion auf diese Kritik. Was die Oberma{y|i}ers in dem Interview da sagen, ist größtenteils völlig richtig: Erstens kommt es darauf an, <i>völlig unabhängig davon, für wie glaubwürdig man die Quelle hält</i>, Informationen so gut wie möglich zu prüfen. Zweitens kann jede denkbare Quelle von unkritischen Kritikern umstandslos als so oder so befangen abgetan werden – und gleichzeitig gibt es natürlich keine Quelle, die per se über jede Kritik erhaben wäre.</p>
<p>Und danach ist der entscheidende Punkt, wie man sich vorstellt, daß Journalisten mit Informationen umgehen. Die Kritik, daß man zu naiv mit einer Quelle umgehe, impliziert in der Regel, daß Journalismus bedeutet (oder sogar bedeuten <i>soll</i>): „Wir berichten nur.“ Dann wäre die Kritik berechtigt, hätte aber so gut wie nichts mit mangelnder Quellenkritik zu tun, sondern mit einem ultra-naiven Verständnis von Journalismus.</p>
<p>Wenn man hingegen davon ausgeht, daß Journalismus bedeutet, daß man Informationen <i>kritisch benutzt</i>, um Probleme zu charakterisieren, Lösungen zu entwerfen und zu beleuchten und generell kritisches Denken zu fördern, hängt von der Identität der Quelle primär nichts ab.</p>
<p>Zu dem von mir hier implizit verwendeten Begriff der „Objektivität“, siehe <a href="http://www.bildungsbasar.de/2015/05/journalismus-in-einer-offenen-gesellschaft/" rel="nofollow">diesen etwas ausführlicheren Text</a>.</p>
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