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	Kommentare zu: Benjamin Carter Hett: &#8222;Für den Spiegel ist das eine Prestigefrage&#8220;	</title>
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	<description>Umbrüche &#38; Entwicklungen</description>
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		Von: Einige interessante Beiträge der letzten Zeit aus Philosophie und Wissenschaft #26 &#124; Denkstil		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Einige interessante Beiträge der letzten Zeit aus Philosophie und Wissenschaft #26 &#124; Denkstil]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 12:29:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Benjamin Carter Hett: “Für den Spiegel ist das eine Prestigefrage” [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Benjamin Carter Hett: “Für den Spiegel ist das eine Prestigefrage” [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Wolfgang Michal		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Michal]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 13:31:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Herr Hildebrandt, das Problem bei Ihrem Kommentar ist, dass Sie, wie Sie selbst sagen, das Meiste zum Thema &quot;vor langer Zeit&quot; gelesen haben, es ist aber einiges an Neuem hinzu gekommen: durch die Öffnung der Archive infolge der Wende von 1989, aber auch durch andere Recherchen. Vielleicht lesen Sie erst mal das Buch und bringen sich auf den neuesten Stand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Hildebrandt, das Problem bei Ihrem Kommentar ist, dass Sie, wie Sie selbst sagen, das Meiste zum Thema &#8222;vor langer Zeit&#8220; gelesen haben, es ist aber einiges an Neuem hinzu gekommen: durch die Öffnung der Archive infolge der Wende von 1989, aber auch durch andere Recherchen. Vielleicht lesen Sie erst mal das Buch und bringen sich auf den neuesten Stand.</p>
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		<title>
		Von: Otto Hildebrandt		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Otto Hildebrandt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 13:03:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Herr Michal, ich sage man klar heraus, was mich an dem Interview stört. Ich bin selbst ausgebildeter Zeithistoriker, der vor langer Zeit einmal das Meiste davon, was über den Rieichstagsbrand geschrieben wurde, gelesen hat. Wieso wird hier der Sachverhalt umgedreht? Die allgemeine These, die von den politisch interessierten Gruppen nach dem Krieg vertreten wurde, war doch die NS-Brandstiftung. Sie wurde von den Alliierten (Nürnberger Prozess), den Kommunisten und vielen Deutschen vertreten, und zwar ohne Beweise, aus rein politischen Motiven. Einfach aufgrund der Annahme, dass der Reichstagsbrandprozess komplett manipuliert worden sei. Besonder die Kommunisten hatten allen Grund, das politische Desaster, das sich für sie daraus ergab, dem politischen Gegner in die Schuhe zu schieben, ebenso wie die Nazis das vorher erfolgreich mit den Kommunisten gemacht, und damit die Diktatur gerechtfertigt hatten. Den Kommunisten war freilich die Demokratie auch eher hinderlich, wie man an der Geschichte der SED, heute &quot;Die Linke&quot;, schön sehen kann. Wenn das hier nicht thematisiert wird, braucht man über die nun wirklich uralte These von Herrn Hett doch gar nicht weiter zu sprechen. Er hat nichts belastbares gefunden, dass die Einzeltäterthese wirklich in Frage stellt. Vor allem hat er nichts gefunden, was die NS-Täterschaft beweisen würde. Das wundert mich nicht, denn das Material ist nun wirklich hundert Mal durchgekaut worden. Es bleiben also Restzweifel, die womöglich nie ausgeräumt werden können. Aber es gibt einen Täter, dessen Tat nicht bestritten wird. An dieser einfachen Tatsache kommt niemand vorbei. Hat ihm jemand geholfen? War der Brand so möglich? Fragen über Fragen, auf die es keine endgültigen Antworten gibt. Außer eben der, dass Hitler und sein Umfeld sowohl vorher wie nachher kritische Ereignisse immer wieder entschlossen für eigenen Aktionen genutzt haben. Da gibt es ein wiederkehrendes Muster, zumal die engere Führung der NSDAP definitiv vom Reichstagsbrand überrascht wurde. Es war glaube ich, letztlich diese Überlegung, die die Geschichtswissenschaft und das IfZ von der NS-Täterschaft abgebracht haben. Wer das alles ideologiekritisch deuten möchte, unterschätzt meines Erachtens das wissenschaftlichen Ethos, das damals noch unter Rothfels im IfZ herrschte. Das hat sich erst später, unter Broszart geändert. Seitdem gelten politische Generallinien nach einiger Zeit auch in der beamteten Geschichtswissenschaft. Dass der Spiegel so reagiert, wundert mich nicht. Aber die neue Führung ist ja auch so komplett durch den Wind, dass es auf diese zeitgeschichtliche Lücke nun auch nicht mehr ankommt. Man kann von &quot;links&quot; etwas stänkern, aber das intererssiert wohl kaum noch jemand in der Führung, zumal Jacob der Erbe dort noch sein Unwesen treibt. Im Zweifel ist das Links genug und stört niemanden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Michal, ich sage man klar heraus, was mich an dem Interview stört. Ich bin selbst ausgebildeter Zeithistoriker, der vor langer Zeit einmal das Meiste davon, was über den Rieichstagsbrand geschrieben wurde, gelesen hat. Wieso wird hier der Sachverhalt umgedreht? Die allgemeine These, die von den politisch interessierten Gruppen nach dem Krieg vertreten wurde, war doch die NS-Brandstiftung. Sie wurde von den Alliierten (Nürnberger Prozess), den Kommunisten und vielen Deutschen vertreten, und zwar ohne Beweise, aus rein politischen Motiven. Einfach aufgrund der Annahme, dass der Reichstagsbrandprozess komplett manipuliert worden sei. Besonder die Kommunisten hatten allen Grund, das politische Desaster, das sich für sie daraus ergab, dem politischen Gegner in die Schuhe zu schieben, ebenso wie die Nazis das vorher erfolgreich mit den Kommunisten gemacht, und damit die Diktatur gerechtfertigt hatten. Den Kommunisten war freilich die Demokratie auch eher hinderlich, wie man an der Geschichte der SED, heute &#8222;Die Linke&#8220;, schön sehen kann. Wenn das hier nicht thematisiert wird, braucht man über die nun wirklich uralte These von Herrn Hett doch gar nicht weiter zu sprechen. Er hat nichts belastbares gefunden, dass die Einzeltäterthese wirklich in Frage stellt. Vor allem hat er nichts gefunden, was die NS-Täterschaft beweisen würde. Das wundert mich nicht, denn das Material ist nun wirklich hundert Mal durchgekaut worden. Es bleiben also Restzweifel, die womöglich nie ausgeräumt werden können. Aber es gibt einen Täter, dessen Tat nicht bestritten wird. An dieser einfachen Tatsache kommt niemand vorbei. Hat ihm jemand geholfen? War der Brand so möglich? Fragen über Fragen, auf die es keine endgültigen Antworten gibt. Außer eben der, dass Hitler und sein Umfeld sowohl vorher wie nachher kritische Ereignisse immer wieder entschlossen für eigenen Aktionen genutzt haben. Da gibt es ein wiederkehrendes Muster, zumal die engere Führung der NSDAP definitiv vom Reichstagsbrand überrascht wurde. Es war glaube ich, letztlich diese Überlegung, die die Geschichtswissenschaft und das IfZ von der NS-Täterschaft abgebracht haben. Wer das alles ideologiekritisch deuten möchte, unterschätzt meines Erachtens das wissenschaftlichen Ethos, das damals noch unter Rothfels im IfZ herrschte. Das hat sich erst später, unter Broszart geändert. Seitdem gelten politische Generallinien nach einiger Zeit auch in der beamteten Geschichtswissenschaft. Dass der Spiegel so reagiert, wundert mich nicht. Aber die neue Führung ist ja auch so komplett durch den Wind, dass es auf diese zeitgeschichtliche Lücke nun auch nicht mehr ankommt. Man kann von &#8222;links&#8220; etwas stänkern, aber das intererssiert wohl kaum noch jemand in der Führung, zumal Jacob der Erbe dort noch sein Unwesen treibt. Im Zweifel ist das Links genug und stört niemanden.</p>
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