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	Kommentare zu: Das Dilemma der vorschnellen Berichterstattung	</title>
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	<description>Umbrüche &#38; Entwicklungen</description>
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		<title>
		Von: Presseschredder 22.7.2016 &#124; die Schrottpresse		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1151</link>

		<dc:creator><![CDATA[Presseschredder 22.7.2016 &#124; die Schrottpresse]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2016 08:17:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] zum Thema München und allem, was da noch kommen mag. Wolfgang Michal: »Das Dilemma der vorschnellen Berichterstattung« und Metronaut: »Wie Politiker von AfD und Union die Münchener Morde [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] zum Thema München und allem, was da noch kommen mag. Wolfgang Michal: »Das Dilemma der vorschnellen Berichterstattung« und Metronaut: »Wie Politiker von AfD und Union die Münchener Morde [&#8230;]</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Journalismus im Zeitalter der Echtzeitmedien: Wir können nicht mehr näher ran &#8211; Stefan Fries		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1150</link>

		<dc:creator><![CDATA[Journalismus im Zeitalter der Echtzeitmedien: Wir können nicht mehr näher ran &#8211; Stefan Fries]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2016 10:23:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Wir sollten keine verwackelten, schwer zu erkennenden, verängstigenden Videos senden, wenn sie den Interessen der Täter dienen, erst recht nicht live. Auch, um damit dem Terror keine Bühne für Propaganda zu bieten. Den Täter nicht verherrlichen. Stattdessen zusätzliche Informationen recherchieren, das Ereignis einordnen, Hintergründe und Analysen liefern, mit Fachwissen und Haltung kommentieren. Und auch eben mal nichts sagen, wenn schon alles gesagt ist, was man weiß. Keine Endlosschleifen mit Reportern in der Nähe des Tatorts, denen man damit die Zeit zur Recherche klaut. Dann ist auch die Gefahr nicht da, in Spekulationen zu verfallen. Die Sondersendung erst mal beenden, weil alles gesagt ist, was wir wissen. Versprechen, dass wir uns wiedermelden, sobald es Neuigkeiten gibt. Und das dann auch wirklich tun. Ansonsten untergraben wir auf Dauer unsere eigene Glaubwürdigkeit. [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Wir sollten keine verwackelten, schwer zu erkennenden, verängstigenden Videos senden, wenn sie den Interessen der Täter dienen, erst recht nicht live. Auch, um damit dem Terror keine Bühne für Propaganda zu bieten. Den Täter nicht verherrlichen. Stattdessen zusätzliche Informationen recherchieren, das Ereignis einordnen, Hintergründe und Analysen liefern, mit Fachwissen und Haltung kommentieren. Und auch eben mal nichts sagen, wenn schon alles gesagt ist, was man weiß. Keine Endlosschleifen mit Reportern in der Nähe des Tatorts, denen man damit die Zeit zur Recherche klaut. Dann ist auch die Gefahr nicht da, in Spekulationen zu verfallen. Die Sondersendung erst mal beenden, weil alles gesagt ist, was wir wissen. Versprechen, dass wir uns wiedermelden, sobald es Neuigkeiten gibt. Und das dann auch wirklich tun. Ansonsten untergraben wir auf Dauer unsere eigene Glaubwürdigkeit. [&#8230;]</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: #DailyLobGesäusel für Digitalos und die #Inselhelden &#8211; cdv!		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1149</link>

		<dc:creator><![CDATA[#DailyLobGesäusel für Digitalos und die #Inselhelden &#8211; cdv!]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2016 09:20:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] für Wolfgang Michal, der sich lesenswert mit dem &#8222;Dilemma der vorschnellen Berichterstattung&#8220; etwa bei den letzten internationalen Ereignissen, die viel Aufmerksamkeit erhielten. Was mir [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] für Wolfgang Michal, der sich lesenswert mit dem &#8222;Dilemma der vorschnellen Berichterstattung&#8220; etwa bei den letzten internationalen Ereignissen, die viel Aufmerksamkeit erhielten. Was mir [&#8230;]</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Oydenos		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1148</link>

		<dc:creator><![CDATA[Oydenos]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 08:05:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In meiner Jugend war es schon damals so, daß ich es vorzog, die damals wesentlichen 2 Wochenmagazine/Zeitungen zu lesen. Für die 2 bis drei überregionalen Tgeszeitungen hatte ich schon zu Studentenzeiten zu wenig Zeit übrig. Ansonsten nur noch das lokale Käseblatt, um - wie es eine alte Tante von mir auszudrücken pflegte - auch zu wissen, wer nicht mehr bei Kaisers einkauft. Und für die lokale Kultur waren damals eh die Flyer wichtiger, die ich mir vor Ort bei den Veranstaltern besorgte. Wenigstens dafür ist das heutige Internetz besser geeignet als die damalige Methode. Das SocialMediaGeplappere scheint mir nur Zeitverschwendung; ich weiß da besseres zu tun, als den Hypes hinterher zu hecheln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Jugend war es schon damals so, daß ich es vorzog, die damals wesentlichen 2 Wochenmagazine/Zeitungen zu lesen. Für die 2 bis drei überregionalen Tgeszeitungen hatte ich schon zu Studentenzeiten zu wenig Zeit übrig. Ansonsten nur noch das lokale Käseblatt, um &#8211; wie es eine alte Tante von mir auszudrücken pflegte &#8211; auch zu wissen, wer nicht mehr bei Kaisers einkauft. Und für die lokale Kultur waren damals eh die Flyer wichtiger, die ich mir vor Ort bei den Veranstaltern besorgte. Wenigstens dafür ist das heutige Internetz besser geeignet als die damalige Methode. Das SocialMediaGeplappere scheint mir nur Zeitverschwendung; ich weiß da besseres zu tun, als den Hypes hinterher zu hecheln.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hinweise des Tages&#160;&#124;&#160;NachDenkSeiten &#8211; Die kritische Website		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1147</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hinweise des Tages&#160;&#124;&#160;NachDenkSeiten &#8211; Die kritische Website]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 06:43:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Das Dilemma der vorschnellen Berichterstattung Die Amokfahrt von Nizza und der Putschversuch in der T&#252;rkei zeigen erneut: Die Berichterstattung unter dem Diktat der Hochgeschwindigkeit wird f&#252;r den Leser zu einem zeitfressenden, sich endlos dahin windenden Ann&#228;herungsprozess an die Wahrheit. Orlando, Dallas, Nizza, Istanbul: Die Menge an Zeilen, die heute &#252;ber ein Ereignis geschrieben werden, die Zahl der Bilder, die von einem Ereignis gezeigt werden, hat sich vertausendfacht. Fast zeitgleich mit dem Eintreten des Ereignisses plappern und senden Medien und Netzwerke munter drauflos. All das, was fr&#252;her VOR einer Ver&#246;ffentlichung geschah, geschieht heute – auch unter dem Druck ungeduldiger Mediennutzer – als journalistischer Live-Act direkt vor unseren Augen: das hilflose Herumstochern im Informationsbrei („Was ist da los in Ankara?“), das Verbreiten von Hypothesen („DAS Milit&#228;r putscht gegen Erdogan“, „Ein islamistischer Terroranschlag“) und das allm&#228;hliche Sortieren und Bewerten von Hinweisen und Ger&#252;chten. Symptomatisch f&#252;r diese Art der Berichterstattung ist neben den bekannten Livetickern die neue journalistische Zwischenstands-Rubrik: „Was wir wissen und was wir nicht wissen“. Quelle: Wolfgang Michal [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Das Dilemma der vorschnellen Berichterstattung Die Amokfahrt von Nizza und der Putschversuch in der T&#252;rkei zeigen erneut: Die Berichterstattung unter dem Diktat der Hochgeschwindigkeit wird f&#252;r den Leser zu einem zeitfressenden, sich endlos dahin windenden Ann&#228;herungsprozess an die Wahrheit. Orlando, Dallas, Nizza, Istanbul: Die Menge an Zeilen, die heute &#252;ber ein Ereignis geschrieben werden, die Zahl der Bilder, die von einem Ereignis gezeigt werden, hat sich vertausendfacht. Fast zeitgleich mit dem Eintreten des Ereignisses plappern und senden Medien und Netzwerke munter drauflos. All das, was fr&#252;her VOR einer Ver&#246;ffentlichung geschah, geschieht heute – auch unter dem Druck ungeduldiger Mediennutzer – als journalistischer Live-Act direkt vor unseren Augen: das hilflose Herumstochern im Informationsbrei („Was ist da los in Ankara?“), das Verbreiten von Hypothesen („DAS Milit&#228;r putscht gegen Erdogan“, „Ein islamistischer Terroranschlag“) und das allm&#228;hliche Sortieren und Bewerten von Hinweisen und Ger&#252;chten. Symptomatisch f&#252;r diese Art der Berichterstattung ist neben den bekannten Livetickern die neue journalistische Zwischenstands-Rubrik: „Was wir wissen und was wir nicht wissen“. Quelle: Wolfgang Michal [&#8230;]</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Rüdiger Becker		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1146</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rüdiger Becker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 21:37:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist ja völlig natürlich, dass die Berichterstattungs-Maschinerie bei solchen Ereignissen erst langsam in Gang kommt. Korrespondenten-Arbeitsplätze sind am späten Abend normalerweise nicht besetzt, schon gar nicht in Paris am Nationalfeiertag. Durch Twitter und Facebook bekommen wir zwar sehr schnell Berichte von Augenzeugen, denen aber jede Einordnung fehlt. Man hat ja in der Regel auch nicht mehr Überblick, wenn man irgendwo mitten im Gewühl steht und nur sieht, was zehn Meter um einen herum passiert. Umso wichtiger sind Journalisten, die Informationen gewichten und bewerten können. Dafür brauchen sie aber auch ein bisschen Zeit. Am späten Freitagabend war da bei ARD und ZDF noch nicht viel los. Dagegen war CNN viel früher live in Action, um ungefiltert einen Wust von Eindrücken und Fehleinschätzungen auf die Zuschauer loszulassen. Viele werfen den öffentlich-rechtlichen Sendern zu langsame Reaktionen auf die Ereignisse in Nizza und der Türkei vor. Aber die Schnelligkeit von CNN war eher verwirrend. Da wünsche ich mir dann doch eher Kolleginnen und Kollegen, die sich ein bisschen mehr Zeit nehmen. Wenn ich die Wahl habe zwischen &quot;schnell und schlecht&quot; oder &quot;etwas langsamer, aber dafür präziser&quot;, sollte die Entscheidung doch klar sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja völlig natürlich, dass die Berichterstattungs-Maschinerie bei solchen Ereignissen erst langsam in Gang kommt. Korrespondenten-Arbeitsplätze sind am späten Abend normalerweise nicht besetzt, schon gar nicht in Paris am Nationalfeiertag. Durch Twitter und Facebook bekommen wir zwar sehr schnell Berichte von Augenzeugen, denen aber jede Einordnung fehlt. Man hat ja in der Regel auch nicht mehr Überblick, wenn man irgendwo mitten im Gewühl steht und nur sieht, was zehn Meter um einen herum passiert. Umso wichtiger sind Journalisten, die Informationen gewichten und bewerten können. Dafür brauchen sie aber auch ein bisschen Zeit. Am späten Freitagabend war da bei ARD und ZDF noch nicht viel los. Dagegen war CNN viel früher live in Action, um ungefiltert einen Wust von Eindrücken und Fehleinschätzungen auf die Zuschauer loszulassen. Viele werfen den öffentlich-rechtlichen Sendern zu langsame Reaktionen auf die Ereignisse in Nizza und der Türkei vor. Aber die Schnelligkeit von CNN war eher verwirrend. Da wünsche ich mir dann doch eher Kolleginnen und Kollegen, die sich ein bisschen mehr Zeit nehmen. Wenn ich die Wahl habe zwischen &#8222;schnell und schlecht&#8220; oder &#8222;etwas langsamer, aber dafür präziser&#8220;, sollte die Entscheidung doch klar sein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: jason		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1145</link>

		<dc:creator><![CDATA[jason]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 18:49:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ganz so schlimm fand ich es nicht, beobachten zu können, wie sich allmählich ein Bild von den Vorgängen in der Türkei formte. Ich habe mehrere Ticker verfolgt, darunter BBC, Spiegel und Tagesschau. Da war auch Blödsinn dabei (Gerücht zuerst auf BBC, dass Erdogan Asyl in Deutschland will, Quelle angeblich irgendein US-Beamter), aber am Anfang einer solchen Entwicklung herrscht immer erst mal berichterstatterisches Chaos.

Natürlich besteht enormer Zeitdruck bei der Beschickung eines solchen Nachrichtentickers. Er wäre trotzdem besser, zumindest ansatzweise auch einzuordnen, ob ein Informationsfitzel glaubwürdiger oder weniger glaubwürdig erscheint. Das wäre ja eigentlich eine journalistische Pflicht.   

Was mich mehr störte war, dass es amTag danach in den Onlinemedien unangemessen lang dauerte, bis endlich brauchbare Zusammenfassungen des Geschehens  auftauchten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz so schlimm fand ich es nicht, beobachten zu können, wie sich allmählich ein Bild von den Vorgängen in der Türkei formte. Ich habe mehrere Ticker verfolgt, darunter BBC, Spiegel und Tagesschau. Da war auch Blödsinn dabei (Gerücht zuerst auf BBC, dass Erdogan Asyl in Deutschland will, Quelle angeblich irgendein US-Beamter), aber am Anfang einer solchen Entwicklung herrscht immer erst mal berichterstatterisches Chaos.</p>
<p>Natürlich besteht enormer Zeitdruck bei der Beschickung eines solchen Nachrichtentickers. Er wäre trotzdem besser, zumindest ansatzweise auch einzuordnen, ob ein Informationsfitzel glaubwürdiger oder weniger glaubwürdig erscheint. Das wäre ja eigentlich eine journalistische Pflicht.   </p>
<p>Was mich mehr störte war, dass es amTag danach in den Onlinemedien unangemessen lang dauerte, bis endlich brauchbare Zusammenfassungen des Geschehens  auftauchten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: M. Kellner		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1144</link>

		<dc:creator><![CDATA[M. Kellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 11:56:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wolfgangmichal.de/?p=3239#comment-1144</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank für Ihren klar und gut beobachtenden Artikel. Ist dies wirklich eine so neue Tendenz? Ich erinnere mich dunkel an eine über 8-stündige Sondersendung vom 11. September 2001, während der - auch aufgrund der Monstrosität des Geschehens - bis zum Schluss keine sicheren Informationen vorlagen, vorliegen konnten.

Die nachvollziehbare Benennung gesicherter und ungesicherter Informationen würde ich grundsätzlich als Dienst am Publikum sehen.

Weitaus schlimmer ist, dass singuläre Stimmen aus den sozialen Netzwerken zu beliebigen Themen immer häufiger als schein-authentische Beiträge in Nachrichtenformaten wiedergegeben werden. Gerne auch über &quot;Online-Reporter&quot; an schicken Laptoparbeitsplätzen.

Außerdem kommt es scheinbar immer häufiger zu einer für alle Beteiligten gefährlichen Form des &quot;Mittendrin&quot;-Journalismus, siehe etwa den Fall des GoPro-Berichtes mitten aus einem Antiterroreinsatz, ich glaube, in Frankreich oder Belgien vor einiger Zeit. &quot;Wir wissen absolut nicht, was hier gerade passiert, aber es passiert etwas. Hinter jeder Ecke könnten...&quot; (sinngemäß).

Gibt es dazu Diskussionen unter Journalisten, von denen der einfache Rezipient nichts mitbekommt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für Ihren klar und gut beobachtenden Artikel. Ist dies wirklich eine so neue Tendenz? Ich erinnere mich dunkel an eine über 8-stündige Sondersendung vom 11. September 2001, während der &#8211; auch aufgrund der Monstrosität des Geschehens &#8211; bis zum Schluss keine sicheren Informationen vorlagen, vorliegen konnten.</p>
<p>Die nachvollziehbare Benennung gesicherter und ungesicherter Informationen würde ich grundsätzlich als Dienst am Publikum sehen.</p>
<p>Weitaus schlimmer ist, dass singuläre Stimmen aus den sozialen Netzwerken zu beliebigen Themen immer häufiger als schein-authentische Beiträge in Nachrichtenformaten wiedergegeben werden. Gerne auch über &#8222;Online-Reporter&#8220; an schicken Laptoparbeitsplätzen.</p>
<p>Außerdem kommt es scheinbar immer häufiger zu einer für alle Beteiligten gefährlichen Form des &#8222;Mittendrin&#8220;-Journalismus, siehe etwa den Fall des GoPro-Berichtes mitten aus einem Antiterroreinsatz, ich glaube, in Frankreich oder Belgien vor einiger Zeit. &#8222;Wir wissen absolut nicht, was hier gerade passiert, aber es passiert etwas. Hinter jeder Ecke könnten&#8230;&#8220; (sinngemäß).</p>
<p>Gibt es dazu Diskussionen unter Journalisten, von denen der einfache Rezipient nichts mitbekommt?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: gelegentlich		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1143</link>

		<dc:creator><![CDATA[gelegentlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 09:00:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wolfgangmichal.de/?p=3239#comment-1143</guid>

					<description><![CDATA[Wichtige Debatte. Im Rückblick nach 2 Tagen stellt sich heraus, dass das im Land dort erworbene „Bauchgefühl“ die beste Annäherung schon nach 3 Stunden geliefert hatte: kein „richtiger“ Putsch, höchstens Teile der Armee, dilettantisch-überhastet, sicher nicht von Gülen gelenkt, das zoon politikon Erdogan hat die Chance sofort ergriffen (3000 Richter abgesetzt). Geplant oder nicht geplant - um diesen Umbau ging es. Vermutlich war der wesentliche Effekt der elektronischen Medien der, dass die Leute sehen konnten dass man ruhig auf die Straßen gehen kann. Ob der Vergleich von Ralf Streck mit Spanien (auf Telepolis) richtig ist oder nicht kann man heute wohl noch nicht sagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wichtige Debatte. Im Rückblick nach 2 Tagen stellt sich heraus, dass das im Land dort erworbene „Bauchgefühl“ die beste Annäherung schon nach 3 Stunden geliefert hatte: kein „richtiger“ Putsch, höchstens Teile der Armee, dilettantisch-überhastet, sicher nicht von Gülen gelenkt, das zoon politikon Erdogan hat die Chance sofort ergriffen (3000 Richter abgesetzt). Geplant oder nicht geplant &#8211; um diesen Umbau ging es. Vermutlich war der wesentliche Effekt der elektronischen Medien der, dass die Leute sehen konnten dass man ruhig auf die Straßen gehen kann. Ob der Vergleich von Ralf Streck mit Spanien (auf Telepolis) richtig ist oder nicht kann man heute wohl noch nicht sagen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Xaver Frühbeis		</title>
		<link>https://www.wolfgangmichal.de/2016/07/17/das-dilemma-der-vorschnellen-berichterstattung/#comment-1142</link>

		<dc:creator><![CDATA[Xaver Frühbeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 06:53:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wolfgangmichal.de/?p=3239#comment-1142</guid>

					<description><![CDATA[&quot; ... Einstellung, dass man besser nichts von dem glauben sollte, was berichtet wird.&quot;

Als ich noch jung war, erschien in der Lokalzeitung, die mein Vater las, ein Bericht über eine Bauerntheateraufführung in unserem Dorf. Kein langer Artikel, keine komplizierte Materie. Handlung des Stücks, Namedropping der Mitwirkenden, ein kleines Foto. In diesem Artikel war fast alles falsch. Selbst in der Unterschrift zum Foto hatten sie zwei Fehler untergebracht. Mein Gedanke war dazu: Wenn in einem derart kurzen Beitrag über ein derart einfaches Thema derart viel falsch ist - und ich das merke, weil ich hier Bescheid weiß, - wieviel mag dann in einem längeren Artikel über ein kompliziertes Thema falsch sein - ohne daß ich das merke, weil ich da nicht Bescheid weiß. Ich habe mir damals vorgenommen, nichts mehr zu glauben, was Journalisten schreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220; &#8230; Einstellung, dass man besser nichts von dem glauben sollte, was berichtet wird.&#8220;</p>
<p>Als ich noch jung war, erschien in der Lokalzeitung, die mein Vater las, ein Bericht über eine Bauerntheateraufführung in unserem Dorf. Kein langer Artikel, keine komplizierte Materie. Handlung des Stücks, Namedropping der Mitwirkenden, ein kleines Foto. In diesem Artikel war fast alles falsch. Selbst in der Unterschrift zum Foto hatten sie zwei Fehler untergebracht. Mein Gedanke war dazu: Wenn in einem derart kurzen Beitrag über ein derart einfaches Thema derart viel falsch ist &#8211; und ich das merke, weil ich hier Bescheid weiß, &#8211; wieviel mag dann in einem längeren Artikel über ein kompliziertes Thema falsch sein &#8211; ohne daß ich das merke, weil ich da nicht Bescheid weiß. Ich habe mir damals vorgenommen, nichts mehr zu glauben, was Journalisten schreiben.</p>
]]></content:encoded>
		
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