Wolfgang Michal
Umbrüche & Entwicklungen

Nord Stream und der deutsche Journalismus

Von ukrainischen Anschlagplänen auf Nord Stream hätten die USA früh gewusst: Der „Spiegel“ lockt mal wieder mit einer "Exklusiv"-Enthüllung. Dabei haben Washington Post, Wall Street Journal und Andrii Derkach das alles längst beschrieben. Was fehlt, ist der Druck auf die Bundesregierung

Nordstream-Anschlag: War er’s oder war er’s nicht?

Serhii K. soll hinter der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines stecken. Seine deutschen Anwältinnen verfolgen eine widersprüchliche Strategie: Sie weisen die Vorwürfe zurück und wollen zugleich „funktionelle Immunität“ für K. geltend machen.

Patt & Pattachon

Union und SPD einigen sich bei Rente und Verbrenner-Aus. Doch der nächste Krach wird nicht lange auf sich warten lassen. Der rechte Flügel der Union hadert mit dem Verständnis des Kanzlers für den kleineren Koalitionspartner.

Nordstream-Anschlag: Alles nur Cover-Storys?

Italiens Justiz ermöglicht die Auslieferung eines Tatverdächtigen für die Nord-Stream-Anschläge. Dessen Namen brachten zwei aus der Ukraine nach Russland übergelaufene Männer bereits 2024 ins Spiel. 

Wadephul über das Stadtbild von Damaskus

Rechte Medien stürzen sich auf Johann Wadephul, die SPD stellt sich hinter den CDU-Außenminister: Nach dessen Äußerungen zu Syrien rumort es in der Union – Jens Spahn ist als Ersatzaußenminister im Gespräch.

Zuletzt im Blog erschienen:

EU-Urheberrechts­reform: Zensur ist nicht der Zweck

Weitere Blogartikel:

Warum dieser Wahlkampf so unfassbar langweilig ist

Noch nie boten Medien und Bildungseinrichtungen so viel Service und Hilfestellung vor Bundestagswahlen. Die Wahlprogramme sind dick wie Schulbücher. Doch wen interessiert’s? Da drängt sich die Frage auf, warum der Wahlkampf so kraftlos ist. Ganz einfach: Er wird von stark überalterten Parteien gemacht.

Setzen die Netzaktivisten die richtigen Prioritäten?

Bis zuletzt haben Netzaktivisten wie Markus Beckedahl versucht, die Verabschiedung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes mit schlauen Einwänden zu stoppen. Vergebens. Nun könnte eine kritische Analyse der Kampagne beginnen. Haben die Gegner des Gesetzes am eigentlichen Thema vorbeiargumentiert?

Ein Wahl-O-Mat für verunsicherte Sozialdemokraten

Falls es eine Alternative zur großen Koalition geben sollte - mit wem könnte die SPD dann Gerechtigkeit und Innovation am besten durchsetzen? Mit den Grünen? Mit den Linken? Oder mit den Liberalen? Schauen wir uns deren Wahlprogramme doch mal genauer an.

Publizistische Sorgfaltspflicht statt Netzwerkdurchsetzungsgesetz

In seltener Einmütigkeit lehnen Digitalverbände und Bürgerrechtsgruppen das von Heiko Maas geplante "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" ab. Es lege die Meinungsfreiheit in die Hände privater Internetkonzerne und fördere Zensur. Aber haben Online-Plattformen, die sich zu Medienkonzernen entwickeln, ein Sonderrecht auf organisierte Verantwortungslosigkeit?