Wolfgang Michal
Umbrüche & Entwicklungen

Texte

„Wer Kiew hat, kann Russland zwingen“

Schon im Ersten Weltkrieg setzte Deutschland auf eine „freie Ukraine“: Lobbyvereine sollten die deutsche Bevölkerung einschwören, Experten träumten von wertebasierter Außenpolitik. Doch Regierung und Wirtschaftsführer hatten anderes im Sinn.

Ein Kanzlerwechsel reicht nicht

Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist klar: Die CDU braucht einen Kurswechsel, wenn sie Volkspartei bleiben will.

Greife nicht in fallende Messer!

In der CDU gab es 1989 schon einmal eine „Operation Kanzlersturz“. Damals scheiterten die Möchtegern-Putschisten an einem taktischen Befreiungsschlag Helmut Kohls. Die Lage von Merz ist ganz anders.

Bundeszwangsneurose

Nach der historischen Wahlschlappe der CDU in Sachsen-Anhalt zieht Kanzler Friedrich Merz ein selten genanntes Grundgesetz-Instrument aus der Schublade. In der Weimarer Republik endete dessen Einsatz in einem Staatsstreich

Die Drohnendrohung

Für eine Verschärfung ihres Kurses gegenüber Russland wählte die Bundesregierung ausgerechnet jenen Tag, der an den Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Fremde Heere West

Der umweltschonende Ausbau der Bahnstrecke Hamburg–Hannover galt einmal als „Meilenstein“ der Bürgerbeteiligung. Doch plötzlich forcieren Bahn und Politik den kompletten Neubau. Was hat dieser Sinneswandel mit der veränderten Strategie der Nato zu tun?

Wegwerfagenten

Der misslungene Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle hat eine bizarre Vorgeschichte. Sie beginnt in Litauens Hauptstadt Vilnius und handelt von vergrabenen Bauteilen auf Friedhöfen und Sprengstoff in Konservendosen.

Die Verschmelzung der Mitte-Parteien

Die schwarz-rote Koalition ist inzwischen so schwach, dass sie ohne grüne Hilfe nicht an der Macht bleiben kann. Doch die Grünen werden für ihre Unterstützung einen Preis verlangen.

Der Profi und der Amateur

EU-Ratspräsident António Costa will einen inoffiziellen "Back Channel" nach Moskau. Denn diplomatische Initiativen sind Teil seines Jobs. Viele Regierungschefs in der EU begrüßen das, doch Außenkanzler Merz ist dagegen.